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Quecksilberresonanz

Zitat: (Alexander Wunsch, Arzt und Lichtbiologe aus Heidelberg)

Leuchtstofflampen enthalten Quecksilberatome, die durch Elektronen, die zwischen den Kathoden beschleunigt werden, in einen Anregungszustand versetzt werden. Wenn die angeregten Quecksilberatome wieder in den Grundzustand zurückfallen, emittieren sie Photonen in den quecksilberspezifischen Wellenlängen. Diese Photonen wiederum haben exakt das Energiepotential, um andere Quecksilberatome, denen sie auf ihrem Weg begegnen, ebenfalls in einen Anregungszustand zu versetzen.

Grundsätzlich können nur angeregte Atome in chemische Reaktionen eintreten. Das Licht aus Fluoreszenzlampen weist in seinem Spektrum also immer die quecksilbertypischen Emissionslinien auf, eine Tatsache, die sogar einer der Väter der so genannten Vollspektrum-Beleuchtung, John Nash Ott, als ein wichtiges Problem ansah, das gegen alle Vorteile dieser Technik abgewogen werden müsse.

Heute wissen wir, dass sichtbares Licht über die Haut in den menschlichen Körper gelangt und ohne Probleme das Fettgewebe erreicht; sogar der Schädel und das Gehirn sind für Licht transparent. Das Fett ist die Substanz, in der wir dasjenige Quecksilber wiederfinden, welches über die Nahrung, Atemluft oder durch Amalgamfüllungen in den Zähnen in den Körper gelangt ist. Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, dessen Aufnahme man nicht vermeiden kann und dessen Ausscheidung sehr langsam vonstatten geht.

Daher versucht der Körper, es in Gewebearten einzulagern, in denen nur ein geringer Stoffwechselumsatz stattfindet, im so genannten bradytrophen Gewebe. Daher treten hohe Quecksilberkonzentrationen zum Beispiel in den Fettschichten unter der Haut, in den Haaren und im neuronalen Stütz- und Isolationsgewebe von Gehirn und Nervensystem auf. Quecksilber-Licht gelangt durch die Haut und Knochen in den Körper und wirkt dem Bestreben des Organismus entgegen, diese belastende Substanz zu entgiften.

Während Sonnenlicht mit den Fraunhoferschen Linien eine Sogwirkung auf die Emissionslinien von Elementen ausübt, üben die Spektrallinien, hier am Beispiel von Quecksilber, einen "Lichtdruck" aus, wirken also genau gegensätzlich. Sonnenlicht wirkt auf die Reagibilität chemischer Elemente dämpfend, Quecksilberlicht hingegen aktiviert Quecksilberatome für chemische Reaktionen.

Der vollständige Artikel Kunstlicht und Gesundheit von Alexander Wunsch ist auf der Website www.lichtbiologie.de zum Download bereitgestellt.

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